Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Und die Ungleichheit hat doch zugenommen

Dieser Beitrag ist am 15. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Kaum ein Thema ruft in Deutschland so große Emotionen hervor wie die soziale Ungleichheit. Rente, Steuern, Löhne, Geflüchtete oder Bildung – die große Mehrzahl der Themen im Bundestagswahlkampf sind direkt oder indirekt Fragen der Ungleichheit und Gerechtigkeit. Deshalb ist es so wichtig, dass auch WissenschaftlerInnen einen offenen, respektvollen Diskurs zur Frage der Ungleichheit pflegen, um die analytische Grundlage für die politische Debatte liefern zu können.

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Europa Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Die Regierung muss endlich Geld ausgeben

Dieser Beitrag ist am 1. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Erfolg gibt es nur mit den besten Rahmenbedingungen. Dafür braucht es deutlich höhere öffentliche Investitionen in Bildung, Innovation und Infrastruktur.

Deutschlands Wirtschaftsboom hat uns viel internationale Anerkennung eingebracht. Doch der Erfolg hat die deutsche Politik so träge gemacht, dass sie den Blick für notwendige wirtschaftspolitische Weichenstellungen wieder schärfen muss. Es ist an der Zeit, einen wirtschaftlichen Richtungswechsel einzuläuten.

Man ist hierzulande zu Recht stolz auf … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Ungleichheit

Protektionismus ist die falsche Antwort auf Ungleichheit

Dieser Beitrag ist am 14. August 2017 bei versicherungswirtschaft-heute.de erschienen.

Der zunehmende Protektionismus ist heute eine der größten Gefahren für die Weltwirtschaft. Es wäre jedoch zu einfach, den Protektionismus nur als Fehler populistischer Politiker abzutun. Denn der Widerstand gegen die Globalisierung hat seit der globalen Finanzkrise 2008 massiv zugenommen.

Und die Sorge der Menschen, die sich gegen Globalisierung und freien Handel aussprechen, ist verständlich: Die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen hat in fast allen westlichen Ländern in den vergangenen 20 … [weiterlesen]

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Ungleichheit

„Die soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr“

Dieses Interview ist am 26. Juli im Tages-Anzeiger erschienen. Mit Marcel Fratzscher sprach Dominique Eigenmann.

Sie haben etwas mit Sahra Wagenknecht gemein: Wie die Sozialistin behaupten Sie, die soziale Marktwirtschaft existiere in Deutschland nicht mehr. Wie kommen Sie darauf?

Die Kernaussage meiner Arbeit ist: Die hohe Ungleichheit in Deutschland ist ein Problem – nicht unbedingt aus Gründen der Gerechtigkeit, sondern aus wirtschaftlicher Sicht. Weil sie letztlich das Resultat aus zu wenig Chancengleichheit ist, richtet sie einen ökonomischen Schaden an: Es … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Wer nicht erbt,­ hat’s schwer

Dieser Beitrag ist am 21. Juli in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

In Deutschland sind Vermögen besonders ungleich verteilt. Eine Reform der Erbschaftsteuer würde das verbessern. Noch wichtiger wären aber gute Lebenschancen für alle.

Die Zahlen zeichnen ein klares Bild. In kaum einem anderen Land wird so viel Vermögen vererbt wie in Deutschland: Fast ein Drittel des gesamten Privatvermögens von elf Billionen Euro wurde nicht von den Eigentümern selbst erwirtschaftet, sondern ererbt. Die Erbschaften sind eine der

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Kein Neid auf die Erben

Dieser Beitrag ist am 14. Juli in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die einen haben wenig, die anderen erben viel. Doch höhere Erbschaftsteuern würden am größten Problem nichts ändern: Viele Junge erhalten keine Chance.

In den USA heißt es, es sei respektabel, in Reichtum zu leben, jedoch inakzeptabel, in Reichtum zu sterben. In Deutschland gilt das Gegenteil: Es ist meist verpönt, in Reichtum zu leben, aber höchst respektabel, in Reichtum zu sterben und den Kindern und Enkelkindern … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wahlen 2017 ZEIT Kolumne

Von Frankreich lernen

Dieser Beitrag ist am 9. Juni in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Moderne Sozialpolitik muss sich an individuelle Lebenslagen und Bedürfnisse anpassen. Das bedingungslose Grundeinkommen kann das nicht. Flexible Erwerbskonten schon.

Die Gesellschaft und die Arbeitswelt haben sich so grundlegend verändert, dass der Sozialstaat den einzelnen Menschen nicht mehr gerecht werden kann. Paradoxerweise versucht die Politik aber, das Problem zu entschärfen, indem sie den Sozialstaat noch vergrößert. Jede Partei verspricht Wohltaten, um ihre Klientel ruhig zu stellen … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wahlen 2017 ZEIT Kolumne

Senkt die Mehrwertsteuer!

Dieser Beitrag ist am 26. Mai in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Ärmere Menschen in Deutschland werden steuerlich ähnlich hoch belastet wie reichere. Wer Geringverdiener entlasten will, darf nicht bei der Einkommensteuer ansetzen.

Glaubt man den politischen Parteien, dann scheint die Steuerlast in Deutschland ungerecht verteilt zu sein. Sie überbieten sich im Bundestagswahlkampf mit Versprechen von Steuererleichterungen an ihre Wähler oder mit Forderungen nach Steuererhöhungen für Reiche. Die hohen fiskalischen Überschüsse von fast 24 Milliarden Euro im … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Zufrieden und unzufrieden zugleich

Dieser Beitrag ist am 6. April auf faz.net erschienen.

Nie waren die Deutschen zufriedener mit ihrem eigenen Leben. Gleichzeitig gibt es eine tiefe Unzufriedenheit mit dem Zustand der Gesellschaft. Das ist kein Widerspruch. Ein Gastbeitrag.

Nie seit der Wiedervereinigung waren so viele Deutsche mit ihrem persönlichen Leben so zufrieden wie heute. Gleichzeitig waren mit 70 Prozent der Deutschen selten so viele unzufrieden mit der sozialen Ungleichheit und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ist dies nicht ein Widerspruch? Lassen sich die Menschen diese … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Man muss nicht nehmen, um zu geben

Dieser Beitrag ist am 31. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die politischen Lager geraten immer tiefer in den Streit um Verteilungsfragen. Darum sollte es in der Debatte um soziale Ungleichheit nicht gehen, es zählt etwas anderes.

Soziale Ungleichheit ist zur zentralen Frage des politischen Wettstreits geworden. Zu kaum einem anderen Thema gehen die Meinungen momentan so weit auseinander: Der Kampf um Verteilungsfragen wird wieder intensiv geführt. Das eine Lager will die sozial Schwächsten stärken, das … [weiterlesen]

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