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Raus aus der Armutsspirale

Dieser Beitrag ist am 27. Oktober in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Es ist eine Schande, dass in Deutschland so viele Kinder in Armut leben – und ihnen so die Zukunft verbaut wird. Die neue Bundesregierung hat alle Mittel, das zu ändern.

Ein altes Sprichwort sagt, dass man die Menschlichkeit einer Gesellschaft daran erkennt, wie sie ihre schwächsten Mitglieder behandelt. Legt man dieses Maß zugrunde, muss Deutschland vom schlechten Gewissen geplagt sein. Denn die Kinderarmut in Deutschland … [weiterlesen]

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Reiche Eltern müssen mehr zahlen!

Dieser Beitrag ist am 13. Oktober in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Zukunft von Kindern entscheidet sich in den ersten Lebensjahren. Ärmere Eltern müssen daher bei den Kitagebühren entlastet werden – sonst droht die soziale Spaltung.

Sind Kitagebühren gerechtfertigt und richtig? Deutschland steht vor einem Dilemma: Die Qualität der hiesigen Kitas ist im internationalen Vergleich nur durchschnittlich, gleichzeitig werden viele auch einkommensschwache Familien stark mit Kitagebühren belastet. Welche Prioritäten muss die Politik setzen: Die Qualität verbessern, … [weiterlesen]

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Sozialer Sprengstoff

Dieser Beitrag ist am 29. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Das Ergebnis der Bundestagswahlen war eine Überraschung mit Ansage. Seit Langem war abzusehen, dass in Deutschland der Protest nicht nur gegen die etablierten politischen Parteien, sondern gegen die sogenannten Eliten aus Politik, Wirtschaft und auch Gesellschaft zunimmt. Wir haben es nur der Zerstrittenheit der AfD zu verdanken, dass diese nicht an ihre Ergebnisse in manchen Landtagswahlen anknüpfen konnte und noch stärker wurde.

Wie soll die … [weiterlesen]

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Und die Ungleichheit hat doch zugenommen

Dieser Beitrag ist am 15. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Kaum ein Thema ruft in Deutschland so große Emotionen hervor wie die soziale Ungleichheit. Rente, Steuern, Löhne, Geflüchtete oder Bildung – die große Mehrzahl der Themen im Bundestagswahlkampf sind direkt oder indirekt Fragen der Ungleichheit und Gerechtigkeit. Deshalb ist es so wichtig, dass auch WissenschaftlerInnen einen offenen, respektvollen Diskurs zur Frage der Ungleichheit pflegen, um die analytische Grundlage für die politische Debatte liefern zu können.

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Die Regierung muss endlich Geld ausgeben

Dieser Beitrag ist am 1. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Erfolg gibt es nur mit den besten Rahmenbedingungen. Dafür braucht es deutlich höhere öffentliche Investitionen in Bildung, Innovation und Infrastruktur.

Deutschlands Wirtschaftsboom hat uns viel internationale Anerkennung eingebracht. Doch der Erfolg hat die deutsche Politik so träge gemacht, dass sie den Blick für notwendige wirtschaftspolitische Weichenstellungen wieder schärfen muss. Es ist an der Zeit, einen wirtschaftlichen Richtungswechsel einzuläuten.

Man ist hierzulande zu Recht stolz auf … [weiterlesen]

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Protektionismus ist die falsche Antwort auf Ungleichheit

Dieser Beitrag ist am 14. August 2017 bei versicherungswirtschaft-heute.de erschienen.

Der zunehmende Protektionismus ist heute eine der größten Gefahren für die Weltwirtschaft. Es wäre jedoch zu einfach, den Protektionismus nur als Fehler populistischer Politiker abzutun. Denn der Widerstand gegen die Globalisierung hat seit der globalen Finanzkrise 2008 massiv zugenommen.

Und die Sorge der Menschen, die sich gegen Globalisierung und freien Handel aussprechen, ist verständlich: Die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen hat in fast allen westlichen Ländern in den vergangenen 20 … [weiterlesen]

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„Die soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr“

Dieses Interview ist am 26. Juli im Tages-Anzeiger erschienen. Mit Marcel Fratzscher sprach Dominique Eigenmann.

Sie haben etwas mit Sahra Wagenknecht gemein: Wie die Sozialistin behaupten Sie, die soziale Marktwirtschaft existiere in Deutschland nicht mehr. Wie kommen Sie darauf?

Die Kernaussage meiner Arbeit ist: Die hohe Ungleichheit in Deutschland ist ein Problem – nicht unbedingt aus Gründen der Gerechtigkeit, sondern aus wirtschaftlicher Sicht. Weil sie letztlich das Resultat aus zu wenig Chancengleichheit ist, richtet sie einen ökonomischen Schaden an: Es … [weiterlesen]

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Wer nicht erbt,­ hat’s schwer

Dieser Beitrag ist am 21. Juli in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

In Deutschland sind Vermögen besonders ungleich verteilt. Eine Reform der Erbschaftsteuer würde das verbessern. Noch wichtiger wären aber gute Lebenschancen für alle.

Die Zahlen zeichnen ein klares Bild. In kaum einem anderen Land wird so viel Vermögen vererbt wie in Deutschland: Fast ein Drittel des gesamten Privatvermögens von elf Billionen Euro wurde nicht von den Eigentümern selbst erwirtschaftet, sondern ererbt. Die Erbschaften sind eine der

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Kein Neid auf die Erben

Dieser Beitrag ist am 14. Juli in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die einen haben wenig, die anderen erben viel. Doch höhere Erbschaftsteuern würden am größten Problem nichts ändern: Viele Junge erhalten keine Chance.

In den USA heißt es, es sei respektabel, in Reichtum zu leben, jedoch inakzeptabel, in Reichtum zu sterben. In Deutschland gilt das Gegenteil: Es ist meist verpönt, in Reichtum zu leben, aber höchst respektabel, in Reichtum zu sterben und den Kindern und Enkelkindern … [weiterlesen]

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Von Frankreich lernen

Dieser Beitrag ist am 9. Juni in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Moderne Sozialpolitik muss sich an individuelle Lebenslagen und Bedürfnisse anpassen. Das bedingungslose Grundeinkommen kann das nicht. Flexible Erwerbskonten schon.

Die Gesellschaft und die Arbeitswelt haben sich so grundlegend verändert, dass der Sozialstaat den einzelnen Menschen nicht mehr gerecht werden kann. Paradoxerweise versucht die Politik aber, das Problem zu entschärfen, indem sie den Sozialstaat noch vergrößert. Jede Partei verspricht Wohltaten, um ihre Klientel ruhig zu stellen … [weiterlesen]

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