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Kein Neid auf die Erben

Dieser Beitrag ist am 14. Juli in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die einen haben wenig, die anderen erben viel. Doch höhere Erbschaftsteuern würden am größten Problem nichts ändern: Viele Junge erhalten keine Chance.

In den USA heißt es, es sei respektabel, in Reichtum zu leben, jedoch inakzeptabel, in Reichtum zu sterben. In Deutschland gilt das Gegenteil: Es ist meist verpönt, in Reichtum zu leben, aber höchst respektabel, in Reichtum zu sterben und den Kindern und Enkelkindern … [weiterlesen]

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America First, But Germany Second

If Trump wants a Europe that takes care of its own needs, he needs a strong partner in Berlin.

Donald Trump’s relationship with Angela Merkel has gotten off to a rocky start. Trump has, effectively, singled out Germany and its chancellor as his main nemesis in Europe. He has criticized her for her policy toward refugees, for an unfair trade policy, and for a lack of leadership in Europe. For its part, the German government, alongside many of its European … [weiterlesen]

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Kommentar zu Zinserhöhung der US-Notenbank Fed

Die Entscheidung für eine Zinserhöhung der Federal Reserve war überfällig. Die amerikanische Wirtschaft ist robust und weit stärker als die europäische.  Ich erwarte mindestens zwei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr.

Die Gefahr ist allerdings groß, dass die amerikanische Notenbank die Zinsen zu langsam anhebt und sich somit die Risiken für die Finanzstabilität erhöhen.

Durch die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen in den USA ist die Europäische Zentralbank unter Druck, ihre expansive Geldpolitik nicht vorschnell zu beenden. Die langfristigen Zinsen sind dadurch … [weiterlesen]

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Deutscher Protektionismus

Dieser Text wurde am 12. Februar als Gastbeitrag im Handelsblatt veröffentlicht.

Die Kritik der US-Regierung an Deutschlands Handelsbilanzüberschüssen hat hierzulande kollektive Empörung ausgelöst. Vieles an dieser Kritik ist falsch – wie der Vorwurf, Deutschland manipuliere den Euro und missbrauche die EU für seine Interessen. Aber es gibt auch einen wahren Kern an dieser Kritik, mit der uns seit langem auch unsere europäischen Nachbarn konfrontieren. Diese Kritik lautet: Der hohe Exportüberschuss spiegelt wider, dass sich Deutschland protektionistisch verhält. Das ist ein … [weiterlesen]

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Donald Trump paralysiert

Dieser Beitrag ist am 10. Februar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

US-Präsident Donald Trump hat bereits in den ersten zwei Wochen seiner Amtszeit für viel Wirbel gesorgt. Die Risiken für die Weltwirtschaft lassen sich unter den drei P zusammenfassen: Populismus, Protektionismus und Paralyse. Dabei sind die ersten beiden eher kurzfristige Gefahren. Die Paralyse, sprich die drohende Lähmung der Wirtschafts- und Sozialpolitik, ist dagegen das größte und gefährlichste Risiko. … [weiterlesen]

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Warum die US-Kritik an Deutschland teilweise stimmt

Dieser Artikel ist am 31. Januar als Gastbeitrag auf SPIEGEL Online erschienen.

Donald Trump hat Deutschland vorgeworfen, die EU als Instrument für die eigenen Interessen zu missbrauchen. Seine Regierung legt nun nach und bezeichnet Deutschland als Währungsmanipulator und droht mit harten Konsequenzen. Bei allem Unfug und falschen Argumenten, die diese Vorwürfe enthalten, muss die deutsche Politik diese Kritik ernst nehmen. Sie kommt seit vielen Jahren auch von anderen Europäern, der EU-Kommission, dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Industrieländerorganisation OECD und anderen.… [weiterlesen]

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Dringender denn je

Dieser Beitrag mit Jürgen Fitschen und Reiner Hoffmann ist am 22. Januar in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Mehr Investitionen – das muss Priorität für die Bundesregierung haben. 

Selten war die wirtschaftliche und politische Unsicherheit so groß wie heute. Die Brexit-Entscheidung, die US-Wahlen und der Ausgang des Referendums in Italien, der Matteo Renzi zum Rücktritt gezwungen hat, sind nicht zuletzt die Folgen wirtschaftlicher Schwäche und sozialer Spannungen, Entwicklungen, die auch für Deutschland eine große Herausforderung darstellen. Die Expertenkommission zur Stärkung von … [weiterlesen]

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Sein Erfolg speist sich aus Frust und Angst

Dieser Beitrag ist am 20. Januar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Donald Trump wird solange erfolgreich sein, wie er Menschen und Länder gegeneinander aufbringen kann. Es gibt einen Weg, um diese Anti-Politik zu durchbrechen.

Der 20. Januar 2017 ist bereits jetzt ein historischer Tag – mit dem Amtsantritt Donald Trumps zum US Präsidenten beginnt eine neue Ära. Die allgemeine Erwartung ist, dass Donald Trump als Präsident scheitern wird und es nur eine Frage der Zeit … [weiterlesen]

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Unsere Zukunft wird verramscht

Dieser Beitrag ist am 6. Januar in der WirtschaftsWoche erschienen.

Deutschland geht es blendend. Aber statt unser Land zukunftsfest zu machen, verteilt die Politik Geschenke.

Deutschland beginnt dieses Jahr auf dem Höhepunkt. In keinem Januar in den vergangenen drei Jahrzehnten standen die deutsche Wirtschaft und der Sozialstaat besser da. Die Arbeitslosenquote liegt auf dem niedrigsten Stand seit 1991, die Erwerbsquote, gerade unter Frauen, war nie höher, die deutschen Unternehmen erzielen riesige Exporterlöse und der Bundesfinanzminister verwaltet die größten Überschüsse seit … [weiterlesen]

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Ist die Ungleichheit schuld?

Dieses Streitgespräch mit Clemens Fuest ist am 15. Dezember auf ZEITONLINE erschienen.

DIE ZEIT: Donald Trump, der Brexit, in Deutschland der Erfolg der AfD – erleben wir gerade den Aufstand der Verlierer, Herr Fratzscher?

Marcel Fratzscher: Das Wort Verlierer ist mir zu hart, aber die Ursache dieser Phänomene ist überall eine ähnliche: Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass es ungerecht zugeht, sie erkennen, dass sie in ihren Chancen und Freiheiten beschnitten werden, dass es den eigenen Kindern nicht besser … [weiterlesen]

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