Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Enteignungen sind nicht notwendig

Dieser Beitrag ist am 3. Mai in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Zwei konträre Schlagzeilen haben am Donnerstag die soziale Marktwirtschaft in den Mittelpunkt der Nachrichten gehoben: Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert schlägt die Kollektivierung von großen Unternehmen vor, was viele als Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft interpretieren. Dagegen fordert die Initiative eines ehemaligen AfD-Mitgliedes die Verankerung der sozialen Marktwirtschaft mit einem Verbot von Enteignungen im Grundgesetz. 

Beide Forderungen gehen aber am wirklichen Punkt vorbei: Nicht die Bedrohung von oder durch die … [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik Ungleichheit ZEIT Kolumne

Der Mythos der bösen Geldpolitik

Dieser Beitrag ist am 6. April in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) enteigne die Sparerinnen und Sparer, und sie erhöhe dadurch die Ungleichheit: Das ist der Vorwurf vieler EZB-Kritiker in Deutschland. Angesichts der Tatsache, dass man wegen der EZB-Politik kaum noch Zinsen auf sein Sparkonto bekommt, scheint diese Behauptung auf den ersten Blick einleuchtend. Aber ist sie auch wahr?

Eine genauere Analyse zeigt, dass die Geldpolitik der EZB die Ungleichheit bei … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Man muss nicht nehmen, um zu geben

Dieser Beitrag ist am 31. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die politischen Lager geraten immer tiefer in den Streit um Verteilungsfragen. Darum sollte es in der Debatte um soziale Ungleichheit nicht gehen, es zählt etwas anderes.

Soziale Ungleichheit ist zur zentralen Frage des politischen Wettstreits geworden. Zu kaum einem anderen Thema gehen die Meinungen momentan so weit auseinander: Der Kampf um Verteilungsfragen wird wieder intensiv geführt. Das eine Lager will die sozial Schwächsten stärken, das … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik

„Ich muss entschieden widersprechen“

Dieses Interview von Olaf Gersemann und Martin Greive erschien erstmals am 3. April 2016 in der Welt am Sonntag.

Mit seiner These vom Ende des „Wohlstands für alle“ hat DIW-Chef Marcel Fratzscher eine Debatte über Ungleichheit in Deutschland entfacht. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hält dagegen.

Welt am Sonntag: Herr Fuest, Herr Fratzscher schreibt in seinem Buch, unsere soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr, aus Ludwig Erhards Losung „Wohlstand für alle“ sei ein „Wohlstand für wenige“ geworden. Unterschreiben Sie … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Ungleichheit

VERTEILUNGSKAMPF – Warum Deutschland immer ungleicher wird

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Das Erhard ’sche Ziel »Wohlstand für alle« ist heute nur mehr eine Illusion. Deutschlands soziale Marktwirtschaft, wie wir sie über sieben Jahrzehnte gekannt haben und in der die soziale Sicherung aller Bevölkerungsgruppen gewährleistet war, existiert nicht mehr. In der deutschen Marktwirtschaft wird mit gezinkten Karten gespielt – wirklichen marktwirtschaftlichen Wettbewerb gibt es immer weniger. Die neue deutsche Marktwirtschaft zeigt ihr wahres Gesicht in einer stark zunehmenden Ungleichheit. In kaum einem Industrieland der Welt sind vor allem Chancen, aber auch zunehmend … [weiterlesen]

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