Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Uncategorized

„Die deutsche Industrie investiert im internationalen Vergleich zu wenig“: Sechs Fragen an Marcel Fratzscher

  1. Herr Fratzscher, in Deutschland wird eine gesamtwirt­schaftliche Schwäche der Investitionstätigkeit beklagt. Wo ist das Problem dringender, bei den öffentlichen oder bei den privaten Investitionen?
    Sowohl bei den privaten als auch bei den öffentlichen Investitionen hat Deutschland eine Investitionslücke. Wir haben vor drei Jahren berechnet, dass die Investitionslücke in Deutschland rund 75 Milliarden Euro pro Jahr beträgt. Die Investitionslücke wurde auch von anderen Studien bestätigt. Der größere Bedarf ist sicherlich bei den privaten Investitionen.
[weiterlesen] Weiterlesen
Europa Wirtschaftspolitik

Eine wirtschaftswissenschaftliche Perspektive zu Geflüchteten

Dieser Artikel von Marcel Fratzscher[1] und Simon Junker[2] erschien am 25. Februar 2016 im ifo Schnelldienst 4/2016.

Die Debatte zu den Auswirkungen von Geflüchteten wird hochemotional geführt, nicht nur in Politik und Gesellschaft, sondern auch unter Wissenschaftlern; dies wurde auch im Januar 2016 im Laufe der Diskussion der Präsidenten der sechs Wirtschaftsforschungsinstitute bei der Leibniz-Gemeinschaft deutlich. Das ist fatal, denn die Aufgabe der Wissenschaft ist es, die gesellschafts- und wirtschaftspolitische Diskussion zu informieren und zu versachlichen – … [weiterlesen]

Weiterlesen
Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Deutschland braucht dringend neue Reformen

Dieser Gastbeitrag von Marcel Fratzscher wurde am 30. Dezember 2015 auf ZEITonline veröffentlicht

Um die Krise in Europa zu überwinden, braucht es Wachstum. Und einen starken Reformwillen in Deutschland. Zu lange wurden hierzulande nur soziale Wohltaten verteilt.

Europa kommt nicht aus der Krise. Auch wenn Deutschland von dieser Krise nichts zu spüren scheint. Die deutsche Wirtschaft wächst nach wie vor solide und wird wohl auch im kommenden Jahr um die 1,7 Prozent wachsen. … [weiterlesen]

Weiterlesen
Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Stellungnahme zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 03.09.2015

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, an ihrem bisherigen Kurs festzuhalten, ist keine Überraschung. Auch die Prognose schwächerer Wachstums- und Inflationszahlen war zu erwarten. Die EZB befindet sich in einem immer vertrackteren Dilemma: Mit ihrer Prognose gibt sie zu, dass sie ihr Preisstabilitätsziel in der mittleren Frist wohl verfehlen wird. Trotzdem ist es weise, abzuwarten. Die globale Unsicherheit ist gestiegen und enorm hoch. Die größte Sorge ist jedoch nicht China oder die USA, sondern die nur schleppende wirtschaftliche Erholung der Eurozone.… [weiterlesen]

Weiterlesen
Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Uncategorized

Vier Herausforderungen muss Griechenland meistern

Dieser Gastbeitrag wurde am 12. August auf  welt.de veröffentlicht.

Der Pessimismus war groß, die Einigung überraschend: Griechenland und seine Gläubiger haben sich verständigt. Denn beide Seiten haben aus ihren Fehlern gelernt. Aber es gibt noch einige Hürden.

Die unerwartet schnelle und konstruktive Einigung auf ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland ist eine Überraschung. Die Einigung ist ein Erfolg, weil beide Seiten aus ihren Fehlern der Vergangenheit gelernt haben und das dritte Programm nun zum ersten Mal die Lage in Griechenland realistisch … [weiterlesen]

Weiterlesen
Europa Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Ein erster Schritt für Griechenland zurück in die Normalität

Dieser Kommentar erschien erstmals als Gastbeitrag auf Tagesspiegel.de am 13. Juli 2015.

Endlich gibt es eine Einigung zwischen Griechenland und der Europäischen Union. Sie ist ein gutes Resultat für Europa und für Deutschland – sie ist großzügig für Griechenland,  gleichzeitig hat die Bundesregierung die meisten ihrer Forderungen durchsetzen können. Die Einigung – wenn sie denn nun auch in allen Mitgliedsländern und Parlamenten Zustimmung findet – ist jedoch lediglich ein erster Schritt in Richtung Stabilisierung Griechenlands.

Drei wichtige Fragen müssen nun … [weiterlesen]

Weiterlesen