Europa Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Von Helmut Kohl lernen

Dieser Beitrag ist am 30. Juni in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Der vor Kurzem verstorbene Helmut Kohl wird von vielen als politisches Genie, aber auch als wirtschaftspolitischer Amateur gesehen. Dabei gibt die Geschichte seinen beiden wichtigsten wirtschaftspolitischen Entscheidungen recht: Er hat einen unschätzbar wichtigen Beitrag zur Verwirklichung eines vereinten Deutschlands und eines geeinten Europas geleistet und gleichzeitig den deutschen Sozialstaat gestärkt. Die von ihm durchgesetzte deutsche Währungsunion enthält zudem eine zentrale Lehre für das heutige Europa.

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Der Euro war ein Geschenk!

Dieser Text wurde am 19. Februar als Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlicht.

Wie würden Sie die folgende Frage beantworten: War die deutsch-deutsche Währungsunion vom 1. Juli 1990 ein Erfolg? Viele würden diese Frage für sinnlos halten. Denn die Einführung der D-Mark in Ostdeutschland war natürlich die prinzipiell richtige Entscheidung, auch wenn sich über ihre Ausgestaltung streiten lässt. Ist die europäische Währungsunion ein Erfolg? Viele, vor allem in Deutschland, machen den Euro gerne zum Sündenbock für Europas Probleme. Wir … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Draghis Dilemma

Der Gastkommentar ist am 21. April 2016 auf dw.com erschienen.

Europa befindet sich nach wie vor in einer tiefen Krise. Dabei handelt es sich sowohl um eine Wirtschaftskrise, eine Bankenkrise und eine Schuldenkrise. Diese Kombination macht es so schwierig und langwierig für Europa, sich zu erholen. In diesem Kontext agiert die Europäische Zentralbank (EZB) und befindet sich zur Zeit in einem schwierigen Dilemma. Sie verfehlt ihr Ziel der Preisstabilität bei weitem. Gleichzeitig hat ihre sehr expansive Geldpolitik aber auch negative … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geldpolitik

Ein Schuldenschnitt ist keine Lösung

Ein drittes Hilfsprogramm löst die Probleme nicht. Auch ein Schuldenschnitt wäre falsch. Die EU sollte Griechenlands Zinsen ans Wachstum koppeln. Mit strengen Auflagen. Dieser Gastbeitrag erschien am 16. Juli 2015 auf Zeit online

Kaum scheint der Konflikt zwischen der griechischen Regierung und ihren europäischen Partnern gelöst, entsteht ein neuer Konflikt: Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert einen Schuldenschnitt für Griechenland. Die Bundesregierung und auch die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben einen nominalen Schuldenschnitt kategorisch ausgeschlossen und lediglich angeboten, über eine … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte

Ein Plädoyer für den Euro

Ein Gastbeitrag von Clemens Fuest, Hans Peter Grüner, Michael Hüther und Jörg Rocholl und mir in der Süddeutschen Zeitung vom 01.06.2013.

Die Europäische Währungsunion ist auch nach drei Jahren intensiven Krisenmanagements weiter in einer schwierigen Situation: Die Anpassungsleistungen in der Eurozone sind eindrucksvoll, doch die notwendigen Reformen sind längst nicht erledigt. Die gesamtwirtschaftliche Lage in den Krisenländern ist insbesondere infolge der hohen Arbeitslosigkeit kritisch, politisch ist die Situation labil. Mit der wirtschaftlichen Schwäche Frankreichs sind weitere Schwierigkeiten angelegt, … [weiterlesen]

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