Europa EZB Geldpolitik

Draghis Dilemma

Der Gastkommentar ist am 21. April 2016 auf dw.com erschienen.

Europa befindet sich nach wie vor in einer tiefen Krise. Dabei handelt es sich sowohl um eine Wirtschaftskrise, eine Bankenkrise und eine Schuldenkrise. Diese Kombination macht es so schwierig und langwierig für Europa, sich zu erholen. In diesem Kontext agiert die Europäische Zentralbank (EZB) und befindet sich zur Zeit in einem schwierigen Dilemma. Sie verfehlt ihr Ziel der Preisstabilität bei weitem. Gleichzeitig hat ihre sehr expansive Geldpolitik aber auch negative … [weiterlesen]

Weiterlesen
Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Kritik an Draghi ist noch keine Lösung

Die Eurozone verharrt weiter in einer tiefen, vor allem makroökonomischen Krise. Eine robuste Weltwirtschaft und der fallende Ölpreis haben Europas Wirtschaft eine Zeit lang gestützt. Doch spätestens jetzt zeigt sich, dass sich die Eurozone nur durch viel entschiedeneres eigenes Handeln aus der Krise ziehen kann. Eine Antwort, die neuerliche Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB), wurde in Deutschland meist scharf und zu einseitig attackiert. Geldpolitisches Nichtstun scheint die bevorzugte Option vieler in Deutschland.… [weiterlesen]

Weiterlesen
Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

„Auf gutem, aber langem Weg“

Dieses Interview von Helmut Schneider erschien erstmals am 30. Dezember 2015 in der SÜDWEST PRESSE.

Südwestpresse: Herr Fratzscher, Sie sind ein renommierter Wirtschaftswissenschaftler, der die Politik berät. Täuscht der Eindruck, dass sich beide Seiten nicht richtig verstehen?

Marcel Fratzscher: Ich habe großen Respekt vor Politikern, viele verstehen die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Aber während Ökonomen eher langfristig und an wirtschaftliche Anreize denken, denken Politiker kurzfristig und an Wähler.… [weiterlesen]

Weiterlesen
Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Wirtschaftspolitik

Statement zum Zinsentscheid der US-Notenbank Fed

Die Entscheidung war längst überfällig. Allerdings hat die US-Notenbank signalisiert, dass sie nur sehr langsam die Zinsen in den kommenden Jahren erhöhen wird. Die Geschwindigkeit der erwarteten graduellen Zinserhöhung könnte sich als zu langsam erweisen und die Risiken für die Finanzstabilität in den USA erhöhen. Die Prognose für die US-Wirtschaft ist gut, die Geldpolitik der USA jedoch für die kommenden Jahre weiterhin sehr expansiv.… [weiterlesen]

Weiterlesen
Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte

Die US-Notenbank muss in den kommenden zwei Jahren die Zinsen nachhaltig anheben

Statement zur geldpolitischen Entscheidung der US Notenbank Federal Reserve vom 17.09.2015

„Die Entscheidung der US-Notenbank ist enttäuschend und nicht konsequent. Die Fed hat sich vom großen Druck der Finanzmärkte beeindrucken lassen. Eine Nullzinspolitik ist nicht mehr angebracht, da die US-Volkswirtschaft nicht mehr in der Krise ist. Wachstum, Beschäftigung und Inflationserwartungen deuten alle auf eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung in den USA hin.… [weiterlesen]

Weiterlesen
Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geldpolitik

Ein Schuldenschnitt ist keine Lösung

Ein drittes Hilfsprogramm löst die Probleme nicht. Auch ein Schuldenschnitt wäre falsch. Die EU sollte Griechenlands Zinsen ans Wachstum koppeln. Mit strengen Auflagen. Dieser Gastbeitrag erschien am 16. Juli 2015 auf Zeit online

Kaum scheint der Konflikt zwischen der griechischen Regierung und ihren europäischen Partnern gelöst, entsteht ein neuer Konflikt: Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert einen Schuldenschnitt für Griechenland. Die Bundesregierung und auch die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben einen nominalen Schuldenschnitt kategorisch ausgeschlossen und lediglich angeboten, über eine … [weiterlesen]

Weiterlesen
EZB Geld- und Finanzmärkte

Statement zur EZB-Ratssitzung vom 15.04.2015

Die Entscheidung und Kommunikation der EZB enthalten wenige Überraschungen. Die EZB hat eine sehr optimistische Sichtweise zum Erfolg des neuen Anleihenkaufprogramms präsentiert. Viele Fakten sprechen für eine solch positive Sichtweise – sowohl die verbesserten Inflationserwartungen und Finanzierungsbedingungen als auch die erhöhte Kreditvergabe in Südeuropa. Die positive Konjunkturentwicklung in Europa gibt der EZB-Politik starken Rückenwind.… [weiterlesen]

Weiterlesen
Europa EZB Geld- und Finanzmärkte

Die EZB-Politik hilft uns

Dieser Artikel wurde erstmals als Gastbeitrag im Handelsblatt vom 20. August 2014 veröffentlicht.

Die Kritik in Deutschland an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ist stetig gewachsen: Sie berücksichtige nur die Interessen der europäischen Krisenländer. Und sie schade Deutschland, da sie Risiken umverteilen und für dessen gut laufende Wirtschaft zu expansiv sei. Damit werden antieuropäische Ressentiments bedient, frei nach dem Motto „Was gut für Europa ist, muss schlecht für Deutschland sein“. Die neuesten Zahlen einer schrumpfenden Wirtschaft und steigende Disinflation … [weiterlesen]

Weiterlesen
EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur EZB-Entscheidung

Die Entscheidung der EZB enthält überraschend viele neue Maßnahmen. Für sich betrachtet sind die Zinssenkung und der negative Einlagezins eher symbolische Maßnahmen: Sie werden weder die Kreditvergabe in den Krisenländern maßgeblich verbessern, noch das Deflationsrisiko deutlich mindern. Zusammen mit den anderen angekündigten Maßnahmen interpretiere ich sie aber als Startsignal einer neuen EZB-Strategie. Als erste Schritte in einer Reihe von weiteren Maßnahmen in den kommenden Monaten sind sie bedeutungsvoll. Die Andeutung eines ABS-Ankaufprogramms unterstreicht dies deutlich. Die angekündigte konditionale Kreditvergabe ist … [weiterlesen]

Weiterlesen